Klappentext Zukunft gegen Land


Schrimps-Aquakulturen in Lateinamerika sind ein drastisches Beispiel für die Ausbeutung natürlicher Ressourcen für den Export – ohne eine Beteiligung der lokalen Bevölkerung am Gewinn und mit verheerenden Folgen für das Ökosystem, der Lebensgrundlage von Kleinbauern und Fischern.
Aus der Tiefkühltruhe im Discounter fischt man eine Packung Schrimps für 2,50 Euro.
Aber was bedeutet es eigentlich für eine lateinamerikanische Familie auf dem Land, Teil dieser Weltordnung zu sein?
Davon erzählt ‚Zukunft gegen Land‘. Es ist die Geschichte einer jungen Frau aus dem kleinen Dorf Las Vegas im Delta des Río Sinú im Norden Kolumbiens. Hier lebt Yenli mit ihrer Familie afrokolumbianischer und indigener Abstammung ein einfaches Leben am Rande der Mangroven.
Als Mitte der neunziger Jahre der Bau eines Wasserkraftwerks die Fließkraft des Flusses verringert und schließlich Gerüchte im Dorf kursieren, die Schrimpsindustrie würde sich im Delta niederlassen und den Bewohnern Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Aufschwung bescheren, nehmen die Ereignisse im Delta ihren Lauf. Fische sterben, Felder versalzen, Konflikte um Land und Nutzung der Ressourcen brechen aus. Das Leben der Familie droht aus dem Gleichgewicht zu kommen…

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